Simulink 7.5
Produktbeschreibung
- Einführung und Hauptmerkmale
- Erstellen von und Arbeiten mit Modellen
- Signale und Parameter definieren und verwalten
- Durchführen von Simulationen
- Ergebnisanalyse
Durchführen von Simulationen
Nachdem Sie ein Simulink®-Modell erzeugt haben, können Sie sein dynamisches Verhalten sofort simulieren und die Ergebnisse live beobachten. Simulink® bietet verschiedene Funktionen und Tools, die sowohl die Geschwindigkeit als auch die Genauigkeit Ihrer Simulation garantieren, darunter Solver mit fester und variabler Schrittweite, einen grafischen Debugger sowie einen Model Profiler.
Verwendung von Solvern
Solver sind Algorithmen zur numerischen Integration, die den zeitlichen Verlauf der Dynamik eines Systems anhand der im Modell niedergelegten Information berechnen. Simulink® enthält Solver, mit denen sich die verschiedensten zeitkontinuierlichen (analogen) und zeitdiskreten (digitalen) Systeme sowie Systeme mit gemischten Signalen (Hybridsysteme) und verschiedenen Abtastraten (Multiratensysteme) simulieren lassen.
Mit solchen Solvern lassen sich steife Systeme oder Systeme mit Zustandsereignissen - beispielsweise Diskontinuitäten - simulieren, bei denen sich die Systemdynamik plötzlich verändert. Sie können dazu zwischen verschiedenen Solvern wählen; deren Eigenschaften definieren; Start- und Stoppzeiten festlegen; vorgeben, ob etwa Simulationsdaten geladen oder gespeichert werden sollen; und Optimierungs- und Diagnoseinformationen spezifizieren. In einem Modell können auch mehrere Kombinationen dieser Optionen parallel gespeichert werden..
Einsatz von Gleichungslösern 2:27
Verändern Sie die Voreinstellungen für den Löser, um die Genauigkeit und die Geschwindigkeit zu steigern.
Debugging von Simulationen
Der Simulink® Debugger ist ein interaktives Tool, mit dem Sie Simulationsergebnisse auswerten und unerwartetes Verhalten in Modellen aufspüren und diagnostizieren können. Probleme im Modell lassen sich damit rasch lokalisieren, indem die Simulation Methode für Methode durchlaufen wird und die Ergebnisse für jede Methode ausgewertet werden. (Methoden sind Funktionen, mit denen Simulink ein Modell für jeden einzelnen Zeitschritt einer Simulation löst. Blöcke bestehen aus mehreren Methoden.)
Mit dem Simulink Debugger können Sie Breakpoints setzen, Simulationen steuern und Modellinformationen anzeigen. Er kann sowohl über die grafische Oberfläche als auch von der MATLAB®-Kommandozeile aus gestartet werden. Das Debugger-GUI zeigt den Ausführungsstatus des Modells in übersichtlicher, farbcodierter Form an. Während der Simulation können Sie sich sämtliche Informationen über Blockzustände, Eingabe- und Ausgabewerte und vieles andere anzeigen lassen oder gezielt die Ausführung bestimmter Blockmethoden veranlassen.
Ausführen einer Simulation
Nachdem Sie alle Simulationsoptionen für Ihr Modell festgelegt haben, können Sie die Simulation interaktiv mit dem Simulink-GUI oder im Batch-Modus über die MATLAB-Kommandozeile ausführen. Dabei stehen Ihnen die folgenden Simulationsmodi zur Verfügung:
- Normal (Standard): Das Modell wird interpretiert simuliert
- Accelerator: Steigert die Geschwindigkeit der Modellausführung durch Erzeugung von kompiliertem Code; alle Modellparameter bleiben veränderbar
- Rapid Accelerator: Ist schneller als der Accelerator-Modus, bietet jedoch weniger Interaktivität, da von Simulink unabhängiges Executable erzeugt wird, das beispielsweise auf einem zweiten Prozessorkern ausgeführt werden kann
Zusätzlich können Sie alle Modelldaten, -parameter und -ausgaben auch mit MATLAB-Befehlen laden, verarbeiten oder visualisieren.
Simulations-Profiling
Der Model Profiler hilft Ihnen, Performanceengpässe in Simulationen aufzuspüren. Mit ihm können Sie Performancedaten von Modellen während der Simulation sammeln und den Profiler daraus einen Profilbericht erzeugen lassen, in dem sie exakt sehen, wie viel Zeit jede Simulationsmethode zur Ausführung in Simulink benötigt.
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